`MURICA

Blick Skyline Atlanta - USA

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, das sonnige Kalifornien, weltberühmte Sänger, Hollywood, High School, Football, Prom und riesige Autos werden häufig mit den USA assoziiert. Doch die Staaten bieten so viel mehr als das. Durch die Größe des Landes und die vielen verschiedenen Traditionen und Lebensweisen, da Amerika ein Zuwanderungsland ist, hat sich hier eine einzigartige Kultur gebildet.

Als ich dann Anfang August letzten Jahres endlich im Flugzeug nach Amerika saß, wurde mir erst so richtig klar, worauf ich mich überhaupt eingelassen habe. Ich habe mein komplettes Leben in Deutschland für 10 Monate aufgegeben um nach Amerika zu gehen, um mir ein neues Leben aufzubauen, damit ich es dann nach 10 Monaten wieder aufgeben kann. Hört sich verrückt an, oder? Es ist nie einfach jemanden zurück zu lassen,  egal ob Familie, Freunde oder sogar den festen Freund.  Aber schon nach kurzer Zeit habe ich bemerkt, dass es dieses Erlebnis wert ist.

Und als ich dann endlich in Atlanta, Georgia angekommen war, ging es so richtig los. Der erste Schultag war sehr interessant für mich. Meine High School sieht genauso aus wie die Schulen in den Filmen. An der Grady High School, wurden sogar schon mehrere Filme gedreht. Der Schulalltag in Amerika ist sehr anders als in Deutschland. Ich habe hier 8 Fächer: US History, American Literature, Environmental Science, Sport, Mathe, Fotografie, Physik und Health (in diesem Fach reden wir hauptsächlich über den menschlichen Körper). Das Verhältnis zu den Lehren hier ist ebenfalls anders, die Beziehung zu ihnen ist sehr locker und freundschaftlich. Der Unterricht jedoch, ist recht einfach. Es war sehr leicht für mich, gute Noten zu erhalten, da man sogar Noten auf seine Hausaufgaben bekommt. Als ich meinen Freunden erzählt habe, dass wir in Deutschland normalerweise keine Noten darauf bekommen, waren sie total geschockt und haben mich gefragt, warum die Schüler dort ihre Hausaufgaben dann überhaupt machen.

Was mich sehr begeistert hat an den USA, ist die Diversität, ich war sehr beeindruckt darüber, wie offen die Leute hier gegenüber anderen Menschen sind. Im Vergleich zu Deutschland kann man seinen Führerschein in den USA schon mit 16 Jahren machen, das heißt, dass sozusagen alle meine Freunde schon ein Auto hatten und wir somit wirklich viel zusammen unternehmen konnten. Womit wir schon beim nächsten Thema wären, die Autos. Amerikaner sind sehr stolz auf ihre Autos, je größer, desto besser. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß diese Autos teilweise sein können. Ihr vermutet wahrscheinlich, dass Amerikaner nur Fast Food essen, das ist auch teilweise wahr, mein Lieblingsessen, ist jedoch das sogenannte „southern food“, probiert es, ihr werdet es lieben! Es stimmt, amerikanisches Essen ist sehr ungesund, also falls ihr auch vorhabt, ein Auslandsjahr zu machen, dann bereitet euch darauf vor, zuzunehmen.

Die Zeit während meines Austausches verging viel zu schnell. Doch dieses Jahr hat mich geprägt, ich habe gelernt, zu schätzen, was ich habe. Ich habe mich selbst besser kennengelernt und bin als Person gewachsen. Ich habe ein zweites Zuhause im Lakeshore Drive in Atlanta und eine zweite Familie gefunden, die ich so sehr vermissen werde. Einerseits, bin ich sehr traurig, mein Leben hier zurückzulassen, aber andererseits freue ich mich schon sehr, meine Familie, meine Freunde und meine gewohnte Umgebung wieder zu haben. Dieses Jahr ist vermutlich das Beste, was mir passieren konnte und ich bereue es kein Stück, auch wenn es nicht immer einfach war.

Anbei ein paar Fotos:

Henry W. Grady High School

Henry W. Grady High School

Blick Skyline Atlanta - USA

Blick Skyline Atlanta – USA

Mein Gastvater und ich beim Baseball

Mein Gastvater und ich beim Baseball

Grace, ich und Carter

Grace, ich und Carter

Bericht und Fotos von Lena Albert

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