Biologie-Exkursion zum Schülerseminar „Organspende und Transplantation

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Am Mittwoch, den 21.09.2016, besuchten die Klassen 10.1 und 10.2 im Rahmen des Biologie-Unterrichtes mit Frau Motschmann, Herrn Kothmann und Frau Langner das Schülerseminar „Organspende und Transplantation“ im Transplantationszentrum der Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg.

Nach gemeinsamer Anreise mit dem Bus kamen wir am großen Hörsaal an und dieser macht seinen Namen mit Sitzplätzen für 400 Personen alle Ehre.

Nach einer Begrüßung durch die geschäftsführende Ärztin des Transplantationszentrums Frau Dr. med. Katharina Heller wurde uns die Organisation einer Organspende durch eine Koordinatorin der Deutschen Stiftung für Organtransplantation erklärt. Zwischen der erfolgreichen Entnahme und der anschließenden Transplantation eines Organs dürfen maximal 20 Stunden liegen. Dies ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass nicht nur innerhalb eines Landes Organe gespendet werden können. Deutschland ist Mitglied der Stiftung Eurotransplant, die die Zuteilung von Spenderorganen in 8 europäischen Ländern organisiert.

Im nächsten Vortrag klärte uns Frau Leandra Lamprecht vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege aus München über die rechtliche Lage bei der Organspende auf. In Deutschland gibt es die sogenannte Zustimmungslösung, d.h. das der Verstorbene zu Lebzeiten einer Organspende zugestimmt hat bzw. dessen Angehörige der Entnahme zustimmen. In Spanien oder auch Österreich gibt es dagegen die Widerspruchslösung, d.h. das jedem Verstorbenen Organe entnommen werden können, wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Falls ein Deutscher nun im Urlaub auf Mallorca oder auf dem Großglockner verstirbt, gilt spanisches bzw. österreichisches Recht!

Sehr beeindruckend bleibt vermutlich der Vortrag von Herrn Dr. med. Markus Kondruweit, einem der Herzspezialisten der Universitätsklinik. In seinem Vortrag beschrieb er genau die medizinische Situation von Spender und Patient, sowie Beispiele aus seinem Praxisalltag. Die Schüler/-innen nutzten die Zeit um viele Fragen an den Experten zu stellen.

Neben diesen vielen interessanten Vorträgen stellten sich noch 2 Patienten vor. Einer der Patienten erhält in wenigen Wochen von seiner Schwester eine Niere als Lebendspende. Die andere Patientin hat vor 2 Wochen eine Niere als postmortale Spende erhalten. Nach diesen Vorträgen ging es 13 Uhr mit dem Bus zurück an die GSH.

C. Langner