Die großen GSH-Retter (27. November 2017)

die großen GSHler - klein

Endlich! Die Schule ist aus! Am Mittag sind auch die Grundschüler müde. Wie schön ist es da, besonders bei ungemütlichem Regenwetter mit dem warm geheizten Schulbus nach Hause gebracht zu werden. So ging es auch dem kleinen „Stöpsel“ aus der zweiten Klasse der Hollfelder Grundschule. Gemütlich kuschelte er sich ins Poster des Bussitzes und freute sich auf das Mittagessen daheim und einen schönen Nachmittag bei Mama. Ja, und da übermannte den Kleinen der Schlaf. Das geschah gewissermaßen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, denn in diesen Sitzreihen war sonst keiner mehr. Umso besser schläft es sich da – in aller Ruhe.

Nach der Tour über die Dörfer zurückgekehrt, stellte der Busfahrer sein Fahrzeug ordnungsgemäß vor der Gesamtschule ab und ging in die wohlverdiente Pause. Dann, irgendwann, wachte unser Kleiner auf. Stellte fest, dass er immer noch vor der Schule in Hollfeld war, und gewissermaßen einsamer Bewohner eines leeren Busses. Da überkam ihn verständlicherweise die große Panik: Was war geschehen? Zeitsprung? Blackout? Filmriss? – Wir wissen nicht, was sich in dem Siebenjährigen abspielte. Aber wir können nachvollziehen, dass er um Hilfe schreiend an die verschlossene Bustür klopfte.

Da kam die große Rettung! Zwei Schüler, Marc und Bastian, sowie eine Schülerin, Svenja, allesamt in der 9. Klasse, bemerkten den Stöpsel aus der zweiten Klasse. Durch die Tür konnten sie sich verständigen und erfuhren, dass hier ein Missgeschick passiert war. Was tun? Klar, holen wir dich da raus. Nur keine Bange. Und da GSH-Schüler nicht nur cool sind, sondern auch fit fürs Leben, betätigten sie kurzerhand den Nothahn und holten den Kleinen aus der „Hölle des Busses“. Und dann? Wo ist meine Mama? Wie komm ich jetzt heim? – Fragen, die unsere drei GSHler nicht bange machen konnten. Da er keine Telefonnummer von zuhause wusste, wenigstens aber eine Straße mit Hausnummer, recherchierten unsere digital Versierten nach der Telefonnummer. Zugleich aber entschieden sie sich für einen Besuch der Grundschule. Vielleicht war ja auch noch jemand dort, der Hilfe geben könnte. Und siehe da, genau richtig: Die Mama hatte ihren Kleinen bereits vermisst und sich auf den Weg nach Hollfeld gemacht, um ihn dort zu suchen. Glückliches Zusammentreffen! Frohe Mutter und entspanntes Kind!

Für die Großen galt es nun noch, den Busfahrer zu suchen und zu informieren, dass sie – der Not gehorchend – den Nothahn betätigt hatten.

Damit haben die Drei nicht nur ein schokoladiges Dankeschön der Mama gezeitigt, sondern auch eine stolze Schulleiterin, der nur zu sagen bleibt: „Toll gemacht!“