Kreatives Stuhl-Projekt

Stuhl

Geruch von Acrylfarben strömt durch die Gänge, Schüler haben Farbspritzer im Gesicht, Pinsel und Vorlagen liegen überall verstreut – so sah es in den zwei Wochen vor den Frühjahrsferien in der Malerwerkstatt der Klasse 9.4 aus.

„Wo ist die Weiß?“ – eine Frage, die sich die Schüler und Schülerinnen beim Grundieren der schweren Holzstühle ständig stellten. Zusammen mit Frau Taschner und Herrn Kunstlehrer Schütz nahmen die SchülerInnen der 9.4 an einem Wettbewerb von Möbel Pilipp und dem Nordbayerischen Kurier teil. Holzstühle, die in der Weihnachtszeit zu einem riesigen Christbaum im Möbelhaus gestapelt waren, sollten nun von verschiedenen Schulen in Kunstobjekte verwandelt werden.

Einige Stunden zuvor überlegten sich die Schüler verschiedene Themen für die zehn Meisterwerke. Von Coca Cola bis Blumen- oder Schachbrettmuster war alles dabei. Ab dem 31.01. wurden dann alle Deutsch- und Kunststunde zur Gestaltung verwendet. „Ich fand das Stühlebemalen mal etwas ganz anderes. Im Gegensatz zum Unterricht konnten wir uns kreativ ausleben, da wir nicht nur mit Farben malten, sondern auch mit Heißkleber dekorative Elemente anbrachten“, sagte einer der Künstler. Nach Fertigstellung setzte Grafikdesigner Schütz die Stühle noch gekonnt mit der Kamera in Szene und dann begann das hoffnungsvolle Warten auf die Entscheidung.

Trotz des großen Zeitaufwandes und der Mühen, die jeder einzelne sich gemacht hat, kamen die Kunstwerke der GSH bei der Prämierung nicht unter die besten drei. Jedoch wurde der Stuhl zu Eugen Gomringers „avenidas“ in die Ausstellung nach Bayreuth gebracht, konnte dort bewundert werden und Micha Ebeling widmete beim „Kurier-Hate-Slam“ dem Thema einen Beitrag.  Dieser Stuhl wird nun einen Ehrenplatz in unserer Schule bekommen, da die nicht weniger berühmte Tochter Nora Gomringer unsere Schulpatin ist. Die restlichen neun Stühle werden am 24.03. zu Gunsten der Stiftung des Nordbayerischen Kurier „Menschen in Not“ versteigert, weswegen es die jungen Künstler auch nur kurzzeitig bedauerten, nicht gewonnen zu haben, da sie durch ihr Engagement trotzdem etwas Gutes tun konnten.

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