Jüdische Spurensuche in Bamberg

Im Thoraschrein befindet sich die Heilige Schrift der Juden

Am offiziellen Gedenktag an die Opfer des Holocausts, dem 12. April, machten sich knapp über 100 Neuntklässer bei bestem Wetter auf den Weg nach Bamberg.

Dort erfuhren sie in einer interessanten Stadtführung, wie und wo Juden im Mittelalter in Bamberg lebten, welche Bräuche und Berufe sie ausübten und wo sich auch in unserem Alltag jüdische Spuren finden lassen. Auch die beständige Diskriminierung bis hin zum traurigen „Höhepunkt“ des Nationalsozialismus wurde nicht ausgelassen, so dass die Schüler nun so sensibilisiert sind, dass sich diese grausame Geschichte hoffentlich nicht wiederholen wird.

Um einen Einblick in die lebendige jüdische Lebenswelt zu bekommen, durften die Schüler im Anschluss die Synagoge besuchen. Frau Manastyrskaia führte die Gruppe zunächst in den gemeinschaftlichen Feierraum und schließlich in die eigentliche Synagoge, in der die männlichen Schüler natürlich eine Kippa tragen mussten. Dort erklärte Frau Manastyrskaia einige jüdische Rituale, Gegenstände und holte schließlich auch das Herzstück einer jeden Synagoge, die Thorarolle, aus ihrem Schrein. Abschließend konnten die Schüler noch die Mikwe, das rituelle Taufbecken im Keller des Gebäudes, bestaunen.

Gerade für Christen ist es immer wieder hilfreich, sich auf die Wurzeln des eigenen Glaubens zu besinnen. Den Schülern ist dies dank dieser Exkursion durchaus gelungen.

Fürstenportal mit den Figuren von Ecclesia (Kirche) und Synagoga (Synagoge)

Fürstenportal mit den Figuren von Ecclesia (Kirche) und Synagoga (Synagoge)

Ein Schüler trägt die traditionelle jüdische Kopfbedeckung, die Kippa

Ein Schüler trägt die traditionelle jüdische Kopfbedeckung, die Kippa

Im Thoraschrein befindet sich die Heilige Schrift der Juden

Im Thoraschrein befindet sich die Heilige Schrift der Juden