Kalimera Ellás

Griechenland 1

 

in der letzten Novemberwoche besuchten sieben Schüler der 9-12. Klasse mit ihren Lehrkräften Frau Günther und Herr Münzel unsere Partnerschule in Kavala, Griechenland. Das Treffen war ganz dem Thema Musik gewidmet, so dass wir, bepackt mit Gitarrenkoffern, Taschentrompeten und Cajon, am Flughafen Memmingen eincheckten um nach Thessaloniki zu fliegen. Von dort ging es dann mit dem Kleinbus weiter nach Kavala in der Region Makedonien.

Die kleine Schule (nur ca. 120 Schüler) in Kavala begrüßte uns am Dienstagmorgen herzlich mit einem kleinen Eröffnungskonzert, bei dem jeder merkte, dass hier sehr viele talentierte Musiker zu Gange waren. Unsere Schülerband musste dem allerdings in Nichts nachstehen und wurde für die Interpretation des Camilia Cabello Hits ,,Havana’ (umgetextet in ,,Kavala’) begeistert gefeiert.
Die Band, bestehend aus Nina Munsch (Gitarre und Cajon), Nicolai Schrenker (Bass), Lukas Dupke (Klavier) sowie den Sängerinnen Eva Peagler, Laura Geißler, Sabrina Hartmann und Salma Hartmann, verbrachte die Woche dann größtenteils damit zu proben und die verschiedenen Stücke der einzelnen ,,Masterpieces’ einzuüben. Weiterhin wurden verschiedene Workshops, etwa zu Homers Odyssee oder der Musik der antiken Theaters angeboten. Der Aufwand sollte sich lohnen, denn am Ende der Woche stand das große Abschlusskonzert im Archäologischen Museum Kavala, bei denen alle Schüler zusammen die verschiedenen Stücke interpretierten. Auch wenn kurz vor dem Auftritt beim ein oder anderen das Lampenfieber groß gewesen sein mag, so präsentierten die rund 50 Schüler/innen aus Deutschland, Griechenland, Estland, Slowenien, Spanien und der Türkei ein fantastisches Konzert, das mit Beethovens ,,Ode an die Freude’ endete und große Begeisterung unter den Zuhörern auslöste.
Neben der ,,Arbeit’ an der Musik kam aber auch das kulturelle Programm nicht zu kurz, auch wenn vier Tage Dauerregen nicht unbedingt zu Stadtführung und Ruinenbesichtigung einluden. Dennoch zeigten wir uns beeindruckt von den zahlreichen Kirchen, der Weltkulturerbestätte Philippi und ihren Säulen und Statuen sowie dem Aquädukt von Kavala.
Nebenbei erlebten wir auch sehr viel authentisches Griechenland, wo vielleicht nicht alles so perfekt und effizient durchorganisiert ist wie in Deutschland, dafür aber stets Herzlichkeit, Offenheit und Gastfreundschaft zu finden sind. Manch ein Schüler soll sich gar beschwert haben, dass die Gasteltern (auch dieses Mal waren die Schüler wieder in Familien untergebracht) es so gut mit dem Essen meinten, dass man nach der Woche wohl ein paar Gramm mehr auf der Waage hatte. So wurden Freundschaften geschlossen und Gegenbesuche vereinbart.

Auffällig war auch, wie wichtig sowohl Schule, Eltern, Schülern als auch die Stadt das Erasmusprogramm nahmen. Nicht nur, dass für die Begrüßung der Gäste der gesamte Unterricht für die Schüler ausfiel und die Bürgermeisterin zur mehrsprachigen Begrüßung in den Sitzungssaal der Stadt einlud, auch der zuständige Tourismusbeauftragte der Region Makedonien ließ es sich nicht nehmen persönlich zum Abschlusskonzert zu erscheinen und den Teilnehmern ihre Teilnehmerurkunden auszuhändigen.

Nachdem wir nun in allen Teilen Europas so viel Gastfreundschaft und Herzlichkeit erleben durften, ist es nun an uns dies im Mai 2019 zurückzugeben, wenn das Projekt ,, Masterpieces of European Literature’ zum großen Finale zu uns nach Hollfeld kommt.

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