Latein

Latein 1 - kleinLatein im 21. Jahrhundert

Am Ende des vorigen Jahrhunderts schien das Fach Latein unter dem Schlagwort „tote Sprache“ seine Berechtigung an der Schule verloren zu haben. Mittlerweile haben selbst eingefleischte Gegner erkannt: Latein als „Bildungsfach“ vermittelt neben dem Wissen über die Sprache und die antike Welt entscheidende Kompetenzen für heranwachsende Menschen. Dies sind ein gründliches sprachliches Verständnis, analytisches Denken, nachhaltige Lernfähigkeit, aber auch geschichtliches Einfühlungsvermögen und geistige Weltoffenheit.

Darüber hinaus kann es „durch die Einsicht in philosophische Fragestellungen und die Diskussion zentraler ethischer Werte eine wichtige Hilfestellung bei der Entwicklung eines eigenen Lebenskonzepts leisten“ (vgl. Lehrplan im Überblick für das Gymnasium in Bayern).

Heutzutage ist das Fach Latein bei weitem nicht mehr vergleichbar mit dem trockenen Paukunterricht vor 50 Jahren, sondern zeigt sich als ein zeitgemäßes Schulfach, das sich auf die wesentliche Unterrichtsinhalte konzentriert und mit ansprechenden Medien und Methoden bei den Schülern ankommt.

Gut zu wissen: Das Latinum (das mit Ende der 10. Klasse erreicht werden kann) ist für ein späteres Studium (z. B. von modernen Fremdsprachen) an diversen Universitäten eine notwendige Zulassungsvoraussetzung.

Fächerwahl für den Gymnasialzweig

An der GSH wird Latein als 2. Fremdsprache ab der 6. Jahrgangsstufe angeboten. Schüler, die in der 5. Klasse in wenigstens einem Stufungsfach im A-Niveau eingestuft sind, erhalten die Möglichkeit, Latein als zweite Fremdsprache zu wählen. Damit haben sie bei weiterer Aufstufung am Ende der 6. Klasse die Voraussetzung für eine Zuweisung zum Gymnasialzug erfüllt.
Somit ist die Wahl der zweiten Fremdsprache nur für den Schüler sinnvoll, der den Ehrgeiz und die Chance hat, bis zum Ende der 6. Klasse in allen Stufungsfächern das A-Niveau zu erreichen.
Wer Latein wählt, hat am Ende der 7. Klasse nochmals die Wahl zwischen sprachlichem Zweig (mit Französisch) und mathematisch-technologischem Zweig. (Wer ab der 6. Klasse Französisch hat, hat dagegen keine Wahl mehr.)

Stundentafel

Grammatikunterricht auf der Unter- und Mittelstufe

Pflichtunterricht Intensivierung
6. Klasse 5 1
7. Klasse 4 1
8. Klasse 4 -

Lektüreunterricht auf der Mittel- und Oberstufe

Pflichtunterricht Intensivierung
9. Klasse 3 1
10. Klasse 3 1
11. Klasse (Q 11) 4 -
12. Klasse (Q 12) 4 -

Latein kann mit dem Latinum in der 10. Klasse abgeschlossen werden oder in der Oberstufe weitergeführt werden. Es hat sich dort als Abiturfach bisher bestens bewährt.

Das Lateinbuch „Campus C“

Seit dem Schuljahr 2008/09 lernen wir an unserer Schule Latein als zweite Fremdsprache mit dem völlig neu konzipierten Unterrichtswerk „Campus C“. Das Buch ist im Sommer 2008 erschienen.
Die Aufmachung und Darbietungsweise dieses Lateinbuchs spricht die Schüler, die Eltern und den Lateinlehrer spontan an.
Vor allem nimmt dieses Buch Rücksicht darauf, dass Latein als zweite Fremdsprache bereits in der 6. Jahrgangsstufe einsetzt.
Sehr behutsam wird der Grammatikstoff eingeführt; klar dominieren hierbei die Regeln die Ausnahmen. Vollständige Deklinations- und Konjugationstabellen sowie knappe Merksätze ermöglichen es auch dem des Lateinischen weniger mächtigen Lernbegleiter, die Sprache nachzuvollziehen.
Die Lektionen selbst enthalten neben einer Fülle abwechslungsreicher Übungen (Ü, V) liebevoll erzählte, ausführliche Lesestücke (T). Ihre kindgerechte Thematik und die feine humorvolle Erzählweise sprechen jüngere Schüler gut an; die Übersetzung geht von Anfang an leicht von der Hand; so macht Latein Spaß.
Das Vokabellernen wird erleichtert durch die mnemotechnisch günstigen Verknüpfungsmöglichkeiten mit Fremdwörtern oder durch Hinweise auf verwandte englische und französische Wörter.
Zugleich enthalten die Wortlisten immer auch Vokabeln, die bereits gelernt sind, und bringen das gerade für Sprachen wichtige Lernprinzip der Wiederholung von Anfang an zum Tragen.
Daneben gibt es immer wieder ganze Lektionen, die eigens der Vertiefung und Wiederholung gewidmet sind.
Bleibt noch das Layout zu erwähnen: Mit seinem relativ breiten Format, seiner soliden Bindung und mit den großflächigen und informationsreichen Illustrationen bietet das Lehrwerk „Campus“ ein „Übungsfeld“, das optisch anspricht und auf den ersten Blick motivierend wirkt.

Exkursionen

Für die Lateinschüler des 6. Jahrgangs findet regelmäßig eine Fahrt nach Regensburg statt. Die Stadt, die aus einem römischen Kastell hervorgegangen ist, bietet neben dem ehemaligen Lagertor (Porta Prätoria) im Historischen Museum eine Menge von Exponaten aus der Römerzeit, mit denen sich die Schüler interaktiv auseinandersetzen. Den spektakulären Abschluss der Fahrt bildet ein Besuch der Walhalla, die ja einen Nachbau des Parthenon-Tempels auf der Akropolis von Athen darstellt.
Die Lateinschüler des 7. Jahrgangs besuchen im Rahmen des Lehrplans, der die Behandlung des Limes vorsieht, auf einer Tagesfahrt die römischen Reste in Weißenburg: das Kastell, die Thermen sowie den berühmten Silberschatz.

Die Lateinlehrkräfte der GSH

Amtsbezeichnung Name Fächerverbndung An der GSH seit
OStR (Fachbetreuer) Georg Schmitt Latein / Deutsch 1994
OStRin Heidi Hertel Englisch / Latein 1993
OStRin Maria Schmitt-Neubauer Latein / Sport 2004
StRin Christiane Ott Latein / kath. Religion 2013

Aktuelles

Januar 2017: Bundeswettbewerb Fremdsprachen