Geschichte der GSH

Die Entwicklung des Schulwesens in Hollfeld

(Auszug aus dem Jahresbericht von 1977/78)

In den fünfziger Jahren waren Hollfelds Schulverhältnisse äußerst bescheiden. Bis 1958 spielte sich das Bildungsgeschehen in der „ Alten Schule“ am Kirchplatz und im sogenannten „Alten Rathaus“ am Marienplatz ab.

Gesamtschule Hollfeld - Schulgeschichte

Wie auf den alten Fotos zu erkennen ist, stellte die Errichtung einer „modernen“ Volksschule und deren Inbetriebnahme zum Schuljahr 1958/59 einen wesentlichen Fortschritt dar.

Bereits im Jahre 1953 bemühten sich die Stadtväter – sicherlich mit zu wenig Ener-gie – um eine Realschule, die jedoch die damalige Kreisstadt Ebermannstadt für sich gewinnen konnte. In den Jahren 1965 und 1969 wurden zwar weitere Anträge auf „höhere Schulen“ mit Nachdruck gestellt, aber wiederum fiel die Entscheidung (diesmal für ein Gymnasium) zugunsten von Ebermannstadt aus.

Am 04.03.1970 erging ein offizieller Antrag zur Errichtung einer Gesamtschule über das Landratsamt an die Regierung von Oberfranken, womit dieser Tag im Grunde als der Ursprung (…) festgehalten werden darf. (…)

Hollfeld war in arge Schulnöte geraten, plante bereits ein Schulzentrum (…).Mit dem 15.09.1970 erfolgte der Beginn der Bauarbeiten, während fast gleichzeitig im Oktober ein Antrag über die Errichtung des Modellfalles einer integrierten Gesamtschule über die Regierung von Oberfranken an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus erging.

Am 17.11.1970 traf die fernmündliche Zusage durch das Kultusministerium ein, doch die schriftliche Bestätigung ließ nach Hollfelder Auffassung zu lange auf sich warten, und es kam im Dezember 1970 zur Gründung einer Bürgergemeinschaft, denn man sah alle Chancen schwinden. Was ging voraus?

Zur Errichtung einer integrierten Gesamtschule hatte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit dem Schreiben vom 02.04.1970 folgende Richtlinien gegeben:

a) Es besteht ein besonderes Interesse an der Errichtung eines Schulversuchs mit einer integrierten Gesamtschule für die Schülerjahrgänge 5 mit 10 an einem Ort mit einem Einzugsbereich geringer Bevölkerungsdichte.
b) Aus Rentabilitätsgründen sollte die Mittelstufe eines solchen Versuchs nicht kleiner als sechszügig sein.
c) Zugrunde gelegt war eine mittlere Schülerzahl von 30 Schülern pro Kerngruppe und ein „Ausstoßverhältnis“ von 50 % Schülern eines Jahrgangs, die die Schule mit dem Hauptschulabschluss, und je 25 % Schülern, die die Schule mit dem Realschulabschluss bzw. der Oberstufenreife verlassen.

Um eine solche Schule hatte sich Hollfeld also intensiv beworben. Weitere Vorstöße bei den zuständigen Instanzen ließen zwar noch auf die Errichtung einer Gesamtschule hoffen, aber mit der Unsicherheit wuchs wohl auf allen Seiten auch die teilweise vermeidbare Verärgerung. Jedoch aufgrund der oben genannten Voraussetzungen und nach weiterem harten Ringen – nicht zuletzt dank des 1. Bürgermeisters [Anm.: Georg Besold] – fällte am 22.01.1971 das Kultusministerium die positive Entscheidung, deren schriftliche Bestätigung am 05.02.1971 in Hollfeld eintraf. Damit waren die Würfel gefallen, und die oberfränkische Kleinstadt Hollfeld zum Standort einer integrierten Gesamtschule bestimmt.

(…)

Die Zielvorstellungen verlangten eine spezifische pädagogische Konzeption:

Die Jahrgänge 5 und 6 werden als Orientierungsstufe integriert geführt und nach dem neuen Orientierungsstufenlehrplan unterrichtet. In den Jahrgangsstufen 7 – 10 überwiegt der leistungsdifferenzierte Unterricht. Alle Schüler des 5. Jahrgangs des Schulsprengels besuchen die Gesamtschule Hollfeld. Die Gesamtschule nimmt in jedem weiteren Schuljahr eine Jahrgangsstufe auf. Die Gliederung nach Hauptschule, Realschule und Gymnasium ist damit aufgehoben. Lehr- und Lernziele und die Lehrinhalte sind in der Orientierungsstufe voll integriert. Die fachübergreifende Leistungsdifferenzierung nach Schultypen wird durch eine fachspezifische Leistungsdifferenzierung ersetzt. Der Zeitpunkt der fachspezifischen Leistungsdifferenzierung richtet sich nach Art des Faches mit dem Leistungsprofil der Klasse. In der Orientierungsstufe wird die äußere Differenzierung nach Leistungskursen (A, B, C, D) in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch frühestens nach dem ersten halben Jahr vorgenommen werden. (…)

Die Gesamtschule Hollfeld vermittelt folgende Abschlüsse:

1. Einfacher Hauptschulabschluss
2. Qualifizierender Hauptschulabschluss
3. Realschulabschluss der Wahlpflichtfächergruppe I
4. Realschulabschluss der Wahlpflichtfächergruppe II
5. Oberstufenreife
a. nach der Konzeption des neusprachlichen Zweiges
(grundständiges Englisch)
b. nach der Konzeption der Konzeption des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweigs

An der Gesamtschule unterrichten Lehrer aller Schulgattungen in Pflichtfächern und Kursgruppen.

Nach eingehenden Untersuchungen und Beratungen wurden pädagogische und bauliche Zielsetzungen ab 06.12.1971 in die Tat umgesetzt, wobei ein den besonderen Anforderungen entsprechendes Gebäude auf dem Höhenrücken des Stadtkerns von Hollfeld als geeignet befunden wurde, (…) so dass nach nur 165 Arbeitstagen, am 19.09.1972, der 1. Bauabschnitt mit rund 18 000 m² in Betrieb genommen werden konnte. Der Schulleiter und 13 Lehrkräfte begannen nun nach eingehendem Studium der auch für sie neuen Materie (…) ein unvoreingenommenes, eigenständiges pädagogisches Konzept zu entwickeln, zu testen und zu verwirklichen.

Die Fertigstellung des 3. Bauabschnittes, nämlich der großzügig geplanten Schwimm- und Dreifachturnhalle zu Schuljahresbeginn 1975/76, sowie des Forums, der Außensportanlagen und der Freizeitflächen in den Jahren 1977 und 1978 kam nicht nur den schulischen Bedürfnissen entgegen, sondern belebte in der gesamten Großgemeinde die sportlichen Aktivitäten, so dass in kurzer Zeit bereits ansehnliche Erfolge errungen werden konnten.

Seitdem entwickelte sich die Gesamtschule Hollfeld geradezu zu einem „Pädagogischen Pilgerort“, denn sowohl das neue Schulsystem wie auch das gelungene Gebäude selbst lockten viele Besucher von weit über die Landkreisgrenzen hinaus an.

Die Gesamtschule Hollfeld ist heute zur tragenden kulturellen Säule (…) geworden. Sportliche, musische und wissenschaftliche Veranstaltungen in bislang im Hollfelder Raum unbekannten Ausmaß und Niveau sind daher nicht zuletzt neben den jeweiligen Veranstaltern jenen Männern zu verdanken, die durch selbstlosen Einsatz und große Opfer dazu beitrugen, in Hollfeld diese Bildungsstätte zu verwirklichen, um eine seit Jahrzehnten bestehende Lücke zu schließen. (…)

Eine integrierte Gesamtschule wird sich nicht allein dadurch charakterisieren lassen, dass nur drei verschiedene Schultypen, nämlich Hauptschule, Realschule und Gymnasium, unter einem Dach zusammengefasst sind und damit ein effektiver Nutzungsgrad von Fachräumen wie Sprachlabor oder Physiksaal erreicht wird. Eine solche Schule führt zwangsläufig auch in die Diskussion hinein, wie und was heute an der Schule gelernt und gelehrt wird. Diesem immerwährenden pädagogischen Prozess hat sich eine Schule zu stellen, soll sie sich nicht als Versuchsschule in der Organisation totlaufen.

So bleibt nur zu wünschen, dass auch in den kommenden Jahren das Schulmodell die Unterstützung erfährt, die notwendig ist, einen bislang unterentwickelten Raum weiter auszubauen.

(Ende des Auszugs aus dem Jahresbericht von 1977/78)

Der Gründungsphase folgte die Erprobungsphase mit wissenschaftlicher Begleitung. Dabei sollte herausgefunden werden, wie die Gesamtschule Hollfeld im Vergleich zum herkömmlichen dreigliedrigen Schulsystem in Bayern abschneidet. Es wurde dieser Schule zwar einerseits kein herausragender Vorteil attestiert, es konnte aber auch nicht belegt werden, dass unsere Schülerinnen und Schüler schlechter abschnitten als im herkömmlichen System. Da zudem sowohl die Politiker als auch die Bevölkerung vor Ort eindeutig hinter „ihrer Gesamtschule Hollfeld“ standen, konnte im Jahresbericht 1993/94 der folgende Beitrag erscheinen.

Die Gesamtschule Hollfeld – eine Schule „besonderer Art“

(aus dem Jahresbericht 1993/94)
Im Informationsschreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst vom 20.06.1991 erklärte Herr Staatsminister Zehetmair die Schulversuche mit Gesamtschulen für beendet. Danach ergab sich für alle Beteiligten, dem zuständigen Ministerium, den Schulen, ein langer, umfangreicher und mühevoller Weg bis zur gesetzlichen Verankerung der am Versuch beteiligten Schulen. Dennoch, demnächst wird die Gesamtschule Hollfeld als Schule besonderer Art ihre rechtliche Festlegung erhalten. Die Änderung der Schulordnung, die rechtliche Zuordnung des Personals, die rechtliche Festlegung im EUG sind nur einige der bisherigen Arbeiten, die zu erwähnen sind. Fest steht, dass die bestehende Struktur der Gesamtschule Hollfeld erhalten bleibt und die Existenz der Schule neben den Säulen des Gymnasiums, der Realschule und der Hauptschule gewährleistet ist.

Geistige Offenheit, Berücksichtigung der individuellen Veranlagungen des einzelnen Menschen, Vorsicht vor einem pädagogischen Zentralismus und vor der Gleichförmigkeit, Forderung und Förderung waren stets ein Prinzip an dieser Schule und haben das erfolgreiche Arbeiten der Lehrkräfte an der Gesamtschule Hollfeld ermöglicht.

Auch wenn in den sechziger und frühen siebziger Jahren in der euphorischen Ge-samtschulpädagogik fast alles machbar erschien, wenn eine Mischung von Auf-bruchsstimmung und grenzenlosem Optimismus die pädagogische Szene bestimmte, war man an der Gesamtschule Hollfeld sehr kritisch und schuf eine Organisationsstruktur, die im Wesentlichen bis heute erhalten blieb. Ziel war, und so ist auch noch jetzt, alle Begabungen zu fördern! Dabei sind uns die sehr Begabten wie auch Schüler mit Lernproblemen ein Anliegen. Dem Bewährten verhaftet und dem Neuen aufgeschlossen bleiben, waren und sind die Grundsätze an dieser Schule. Die Sisyphusarbeit beim Unterricht im Klassenzimmer, Menschlichkeit beim täglichen Miteinander und eine ständige Neubesinnung auf Verbesserung, um pädagogische und lerninhaltliche Ziele zu erreichen, tragen zum erfolgreichen Arbeiten der Lehrkräfte einer Schule bei.

So ist nun sicher durch die anstehende gesetzliche Verankerung, durch die Beendigung des Schulversuchs, die Gesamtschule Hollfeld in ein ruhiges Fahrwasser gekommen, in dem Sicherheit für Schüler, Eltern und Lehrkräfte besteht und in dem die Konzentration auf die schulische Arbeit leichter fällt. Sie besteht unter anderem darin, allen Schülern entsprechend der angestrebten Abschlüsse – der Oberstufenreife eines Gymnasiums, dem Realschulabschluss und den Hauptschulabschlüssen – ein Wissen zu vermitteln, das sie erfolgreich ihre Prüfungen absolvieren lässt. Sie besteht auch in der Erziehung zu einem Sozialverhalten, das Toleranz, Hilfe, friedliche Gesinnung, Achtung des Mit-menschen und der Leistung des anderen beinhaltet.

So darf ich zum Abschluss all denjenigen danken, die uns unterstützten, dass dieses Schiff Gesamtschule Hollfeld nun einen ruhigen Kurs steuern kann und in dem es Freude bereitet zu arbeiten. Eltern, Lehrkräfte, Politiker des Zweckverbandes und vor allem auch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst haben stets dazu beigetragen, Stürme abzuhalten.

So freuen wir uns nach wie vor, dass diese Schule von der Bevölkerung gerne angenommen und von den Eltern unterstützt wird.

(Ende des Auszugs aus dem Jahresbericht von 1993/94)

Die Einführung des G8 an den bayerischen Gymnasien erfordert von den Schülerinnen und Schülern, dass sie sich bezüglich der Wahl ihrer Oberstufenfächer und der P- und W-Seminare bereits in der 10. Jahrgangsstufe orientieren und festlegen. Wenn aber die Oberstufe nicht im eigenen Haus stattfinden wird, dann wird es für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Hollfeld deutlich schwerer, diese Wahl sinnvoll zu treffen. Deshalb ist es ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Gesamtschule Hollfeld, dass vor Ort eine Oberstufe – in Kooperation mit dem Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth – eingerichtet werden konnte. Hierzu der Ausschnitt aus dem Jahresbericht 2009/10.

Vorbereitungen auf die erstmals einzurichtende Oberstufe an der Gesamtschule Hollfeld im Schuljahr 09/10

(aus dem Jahresbericht 2009/10)

Mit der zukünftigen Einführung der Oberstufe an der Staatlichen Gesamtschule Hollfeld treten unsere Schüler der 10. Jahrgangsstufe mit bestandener Oberstufenreife im Schuljahr 2009/10 in die 11. Jahrgangsstufe ein. Unter offizieller Federführung des Graf-Münster-Gymnasiums Bayreuth während der Einführungsphase in den ersten Jahren werden damit in den beiden nächsten Jahren erstmals Schüler des gymnasialen Zuges an unserer Schule zur Hochschulreife geführt.
Die Vorbereitungen darauf begannen bereits in den vergangenen Jahren bei Ver-handlungen mit dem Kultusministerium in München, wobei schließlich die offizielle Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur erstmaligen Einrichtung eines Oberstufen- und Abiturjahrgangs an der Staatlichen Gesamtschule Hollfeld erteilt wurde.

In der Folge von organisatorischen Vorbesprechungen zwischen den Schulleitungen beider Schulen fand am 12.11.2008 eine Informationsveranstaltung in unserer Schule statt. Nach bereits im Unterricht mehrfach erfolgten Kurzinformationen bezüglich der zukünftigen Oberstufe wurde Schülerinnen und Schülern und ihren Erziehungsberechtigten umfassend die Gelegenheit gegeben, sich einen Überblick über das neue Oberstufenmodell mit seinen Wahlmöglichkeiten zu verschaffen. Zahlreiche Eltern und auch Schülerinnen und Schüler nahmen dieses Angebot wahr und konnten so auch erfahren, welchen pragmatischen Notwendigkeiten der organisatorische Ablauf der nächsten Schuljahre unterworfen sein wird. So muss durch gewisse Schienenbildungen ein Kompromiss zwischen einerseits möglichst uneingeschränkter Kurswahl gemäß der schulrechtlichen Vorschriften und andererseits einem kompaktem Stundenplan (gerade im Hinblick auf die zahlreichen Fahrschüler) gefunden werden. Viele Fragen seitens der Zuhörerschaft zeugten von großem Interesse je-doch auch von teilweise großer Unsicherheit in Bezug auf die neuen Formen der Unterrichtsorganisation.
Die umfangreiche Informationsbroschüre des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus zur neuen Oberstufe wurde in der Folgezeit an die Schülerin-nen und Schüler der 10. Klassen verteilt.

Zu Beginn des Monats Dezember 2008 erfolgte eine Testwahl für die Fächer der Oberstufe, um das Wahlverhalten und seine Auswirkungen auf den sich daraus ergebenden Stundenplan erstmalig zu prüfen. Im Gespräch mit einzelnen Problem- fällen wurde den Betroffenen dargelegt, dass die Beibehaltung ihrer Wahl in der angestrebten Form zu einer zeitlichen Ausuferung des Stundenplans führen würde. Im Interesse aller Schülerinnen und Schüler der zukünftigen 11. Jahrgangsstufe zeigten sich die Angesprochenen lobenswerter Weise sehr einsichtig und sagten ein Überdenken ihrer Wahl in einzelnen Kollisionsfällen zu. So ergab die offizielle Wahl der Unterrichts- und Abiturfächer Mitte März 2009 ein Ergebnis, aus dem ein Stundenplan für das Schuljahr 2009/10 resultiert, der kompakter nicht sein könnte. (Tatsächlich!) Anfang April 2009 erfolgte die Übermittlung unserer Schülerdaten an das Graf-Münster-Gymnasium Bayreuth, da rein rechtlich die bei uns in der Oberstufe unterrichteten Schülerinnen und Schüler diesem Gymnasium zugeordnet sind.

Die Wahl der Sportarten für die Sportkurse wird im Juli 2009 die vorerst letzte organisatorische Entscheidung in Bezug auf die neue Oberstufe der Staatlichen Gesamtschule Hollfeld sein. Aufgrund der überschaubaren Größe unserer Oberstufenjahrgänge im nächsten Jahr und auch absehbar in den folgenden Jahren ergeben sich optimale Kursgrößen für alle Fächer bis zum Abitur, ein großer Vorteil für den Unterricht für Schüler und Lehrer, aber insbesondere für die optimale Vorbereitung auf ein erfolgreiches Abitur in zwei Jahren.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich beim Schulleiter des Graf-Münster-Gymnasiums, Herrn OStD Thomas Freiman, so wie bei seinen Mitarbeitern bedan-ken. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und die wertvolle Unterstützung bei allen Sachfragen haben den Oberstufenunterricht an der Staatlichen Gesamtschule Hollfeld erst möglich gemacht.
M. Rohde,
Schulleiter
(Ende des Auszugs aus dem Jahresbericht von 2009/10)

Die Begriffe Gesamtschule und Ganztagsschule wurden und werden in der öffentli-chen Wahrnehmung sehr oft verwechselt. An der Gesamtschule Hollfeld gab es seit Anbeginn keine Ganztagsschule, da meist mit der Struktur des ländlichen Raums argumentiert wurde, dass es hier hauptsächlich Familien mit noch mehreren Generationen gibt, so dass die Großeltern am Nachmittag anwesend sind, dass die Kinder eben nicht sich allein überlassen sind. Außerdem wurden gerade in Landwirtsfamilien die Kinder für entsprechende Aufgaben im landwirtschaftlichen Betrieb benötigt.

Die Gesellschaft – auch in den Gebieten der Fränkischen Schweiz – hat sich aber in den letzten Jahren stark verändert, so dass nun auch an der Gesamtschule Hollfeld ein Ganztagsangebot als notwendige Ergänzung eingerichtet wurde.

Seit dem Schuljahr 2010/11 existiert eine offene Ganztagsschule in Kooperation mit der Geschwister-Gummi-Stiftung, die schwerpunktmäßig für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 eingerichtet wurde, an der aber auch Schülerinnen und Schüler höherer Jahrgänge teilnehmen können.
Seit dem Schuljahr 2013/14 gibt es zudem eine gebundene Ganztagsklasse für die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe des Mittelschulzugs.

Zusammenstellung: Andrea Birner
Ergänzungen zu den Jahresbericht-Beiträgen von Roland Dörfler